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Das Superformverfahren wurde bereits von der Firma Westland Helicopters erprobt und getestet. Als daher ein Projekt zur Herstellung von Sockelleisten für den Sea King auftauchte, wusste die Firma gleich, an wen sie sich wenden sollte. Zu Anfang erwogen die Ingenieure Standardfertigung für diesen Auftrag, aber wettbewerbsfähige Werkzeugkosten und Wiederholbarkeit des Produkts waren der ausschlaggebende Faktor bei der Wahl von Superform. Dieses Projekt beteiligte die Herstellung von Sockelleisten für Sensoren, die jeden Radar aufspüren, der eventuell das Luftfahrzeug abtastet. Die vorderen Sockel werden auf die Hubschraubernase montiert, etwas unterhalb der Windschutzscheibe. Die hinteren Sockelleisten sitzen unten auf der Hinterseite der Badewanne des Flugzeugs.
Die präzise Positionierung aller vier Sockelleisten auf beiden Seiten des Luftfahrzeugs, die zur optimalen Leistung notwendig ist, wird durch Laser-Abgleichvorrichtungen in Verbindung mit den herkömmlicheren Theodoliten erzielt. Die Sea King-Familie hat mehrere Mitglieder, und alle von ihnen besitzen besondere Talente und Anwendungsbereiche. Der Sea King wurde zuerst gegen Ende der 1950er Jahre unter Lizenz von Sikorsky entwickelt. Westland stellte zuerst den S-61 als U-Boot-Abwehr-Kriegshubschrauber oder Helicopter Anti-Submarine (HAS) für die britische Royal Navy her. Der Sea King wird auch als Such- und Rettungs- (Search And Rescue=SAR) und Luftfrühwarnungs-(Airborne Early Warning=AEW)-Hubschrauber betrieben. Der Commando Sea King ist eine Variante der Produktgruppe und wurde ursprünglich hergestellt, um die Nachfrage nach einem Versorgungsunterstützungs-Hubschrauber (Utility Support Helicopter) für den Export zu decken. Eine große Zahl dieser Luftfahrzeuge wurden zusammen mit dem im Dienste der britischen Royal Navy befindlichen Sea King HC Mk4 zur Unterstützung amphibischer Einsätze geliefert. Als beachtlicher Krieger kann der Sea King Torpedos, Wasserbomben und Schiffabwehrgeschosse tragen. Der von zwei Rolls Royce Gnome Turbowellenmotoren angetriebene Sea King kann bis zu 3700 Liter Treibstoff aufnehmen, der ihm eine Reichweite von 1500km verschafft. Gegenwärtig befinden sich über 300 Sea Kings im Dienste der Royal Navy, Royal Air Force und der Marinen von Australien, Ägypten, Deutschland, Indien und Pakistan sowie der Luftwaffen von Belgien, Ägypten, Norwegen und Katar. Das Westland-Team bemerkte hierzu Folgendes: Dieses Projekt wurde komplizierter als anfänglich erwartet. Alle Parteien mussten eine steile Lernkurve absolvieren, der fertige Artikel wirkt jedoch auf dem Luftfahrzeug wie angegossen für seinen Zweck. Das Westland-Team erwägt jetzt, Superform zu einem künftigen Sea King-Projekt heranzuziehen, das bei einer Vielzahl der Modelle des Luftfahrzeugs angewendet werden soll.
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